In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Kellern, Waschküchen und Badezimmern, aber auch in Lagerräumen oder auf Baustellen kann sich Schimmel bilden. Um dies zu vermeiden, setzen viele Eigentümerschaften, Mieterinnen und Betreiber auf Entfeuchtungsgeräte. Diese führen die überschüssige Feuchte ab und wirken dem Schimmelbefall entgegen. Allerdings ist der Betrieb solcher Entfeuchter ziemlich stromintensiv. Zum einen sind vielerorts noch ältere Geräte im Einsatz, welche die Feuchtigkeit nur mit hohem Energieeinsatz aus der Luft entfernen können. Zum anderen sind Entfeuchter oft falsch eingestellt, was den Strombedarf unnötig erhöht.
Wenn möglich Fenster nutzen
Welche Räume sollte man überhaupt maschinell entfeuchten? Wenn es eine Möglichkeit gibt, überschüssige Feuchtigkeit durch natürliche Belüftung über die Fenster zu entfernen, ist das die energiesparendste und kostengünstigste Variante. Für die meisten Wohnräume braucht es also keinen Entfeuchter. Sie sind dort nötig, wo man entweder nicht über die Fenster lüften kann oder so viel Feuchte anfällt, dass sie konstant entfernt werden muss, beispielsweise in einem intensiv genutzten Trocknungsraum für feuchte Wäsche.
Moderne Entfeuchter sind durch den technischen Fortschritt in der Regel leistungsfähiger als alte Geräte, weil sie eine grössere Luftmenge bewältigen und so schneller entfeuchten können. Sie verbrauchen deshalb zwischen 30 und 50 Prozent weniger Energie. Eine Energieetikette, die den Verbrauch detailliert ausweist, gibt es für Entfeuchtungsgeräte hierzulande bisher nicht. Die Plattform topten.ch führt aber eine Liste mit energieeffizienten Geräten, an der man sich orientieren kann (unter Haus / Luftentfeuchter).
Passendes Gerät kaufen
Neben der Energieeffizienz sollte man beim Kauf auch darauf achten, dass das Modell zur angedachten Anwendung passt, denn Entfeuchter sind oftmals auf eine bestimmte Betriebsweise optimiert. So wird zum Beispiel ein Gerät, das auf den Betrieb in einem Keller ausgelegt ist (15 °C bei 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit) , im Badezimmer (20 °C bei 50 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit) eher ineffizient funktionieren – und umgekehrt. Relevant ist zudem die Grösse des Raums, den man entfeuchten will, denn die Geräte haben unterschiedliche Leistungsklassen. In einem Fachgeschäft kann man sich dazu beraten lassen.
Ein Vorteil punkto Effizienz ist, dass moderne Entfeuchter meist über ein eingebautes Hygrometer verfügen, das die Luftfeuchtigkeit misst. So lässt sich ein Zielwert einstellen, und sobald dieser erreicht ist, schaltet sich das Gerät automatisch aus. Das klappt aber nur, wenn im betreffenden Raum Fenster und Türen geschlossen sind, denn sonst zieht der Entfeuchter feuchte Luft aus anderen Räumen nach und arbeitet nonstop. Damit ein Entfeuchter einwandfrei funktioniert, sollte er auch regelmässig gewartet werden. Fachleute empfehlen, den Filter einmal pro Monat zu kontrollieren und, wenn nötig, zu reinigen respektive zu ersetzen.
Rabatt für Ersatz
Wer noch einen oder mehrere alte, ineffiziente Entfeuchter verwendet, profitiert derzeit beim Umstieg auf ein modernes Gerät doppelt. Einerseits lassen sich die Stromkosten teils deutlich senken, andererseits erhält man einen finanziellen Zustupf. Das vom Bundesamt für Energie getragene Förderprogramm «smart-dry» (siehe Box) unterstützt den Kauf energieeffizienterer Geräte mit einem Beitrag von bis zu 25 Prozent des Kaufpreises.
Die Förderung funktioniert denkbar einfach. Wer in einem beteiligten Fachgeschäft (siehe Liste auf der Website) seinen alten Entfeuchter durch einen effizienteren neuen ersetzt, erhält beim Kauf einen Rabatt von 100 Franken. Voraussetzung dafür ist, dass das neue Gerät mindestens 400 Franken kostet, nach dem Kondensationsprinzip funktioniert und über einen Hygrostaten verfügt. Zudem darf es nicht über eine Elektrozusatzheizung verfügen. Beim Ersatz eines Raumluftwäschetrockners beträgt der Rabatt 250 Franken bei einem Kaufpreis ab 1000 Franken , die Voraussetzungen sind dieselben wie bei den Entfeuchtern.
Förderprogramm «smart-dry»
Das Programm «smart-dry» wird von ProKilowatt im Auftrag des Bundesamts für Energie finanziert. Es läuft seit April 2025 und noch bis Oktober 2027. Weitere Informationen und Empfehlungen zum Umgang mit Luftentfeuchtern finden Sie auf der Website des Förderprogramms: smart-dry.ch