Bereits bei milden 16 Grad Aussentemperatur heizt sich das Innere des Autos innert einer Stunde auf 42 Grad auf. Je höher die Aussentemperatur steigt, desto schneller entwickelt sich das Auto zum Backofen. Damit wird es zur tödlichen Gefahr für jedes Lebewesen, das dieser Hitze nicht entfliehen kann. Es reicht nicht, bloss das Fenster einen Spalt weit offen zu lassen. Auch ein leicht geöffnetes Autofenster gewährleistet keine ausreichende Luftzirkulation.
Vorsicht auch im Schatten!
Muss ein Tier unbedingt im Auto zurückbleiben, ist zwingend ein Schattenplatz zu suchen. Aber auch Schatten verhindert das Aufheizen nicht, denn auch ohne direkte Sonneneinstrahlung wärmt sich der Innenraum des Autos auf, einfach nur langsamer. Und Achtung, die Sonne wandert! Schon nach kurzer Zeit kann das Auto wieder in der Sonne stehen.
Hunde regulieren ihre Körpertemperatur vor allem über die Atmung und sind wesentlich hitzeempfindlicher als wir Menschen. Bereits Temperaturen um die 40 Grad können für einen Hund tödlich sein.
Schnelles Handeln ist lebenswichtig
Bemerken Sie ein eingeschlossenes Tier in Not, und können Sie den Fahrzeughalter nicht ausfindig machen, kontaktieren Sie umgehend die Polizei oder die Feuerwehr. Lassen Sie das Tier keinesfalls allein, und bitten Sie Passanten, als Zeugen zu helfen. Notieren Sie deren Kontaktdaten, dokumentieren Sie die Situation mit Fotos und Videos und schreiben Sie Ort, Datum, Uhrzeit, Automarke, Farbe und Autonummer auf. Warten Sie beim Auto auf das Eintreffen der Rettungskräfte.
Ist das Tier sichtbar in akuter Lebensgefahr, handeln Sie unverzüglich und retten Sie es aus dem Auto. Informieren Sie die Polizei auch über diesen Schritt. Prüfen Sie erst, ob wirklich alle Türen verschlossen sind. Ist dies der Fall, schlagen Sie ein Seitenfenster ein und öffnen die Türe. Zwar begehen Sie damit eine Sachbeschädigung, es gilt aber eine Notstandsregelung, weil das Interesse an der Rettung des Lebens des Hundes höher zu gewichten ist. Bringen Sie das gerettete Tier umgehend in den Schatten, kühlen Sie es, zum Beispiel mit feuchten Tüchern, und bieten Sie ihm temperiertes Wasser an. Wenn die Rettungskräfte nicht umgehend eintreffen, dann heisst es: Sofort zum Tierarzt. Denn es drohen sonst schwere Organschäden!
Weitere Tierratgeber online
Weitere Artikel von Tierexpertin Esther Geisser finden Sie online in der Rubrik «Tiere».














































































