Die erste Jahreshälfte zeigt eine weiterhin positive Entwicklung auf dem Schweizer Immobilienmarkt. Der stabile Markt, vor allem im Bereich der Wohnimmobilien, zeigt die sichere wirtschaftliche wie auch politische Lage der Schweiz.
Begrenztes Angebot trifft auf hohe Nachfrage
Seit Jahren kennen die Preise für Eigenheime nur eine Richtung, nämlich die nach oben. Das begrenzte Angebot trifft auf eine hohe Nachfrage, insbesondere in wirtschaftlich starken Regionen, was zu den steigenden Immobilienpreisen, besonders den steigenden Landwerten führt.
Zusätzlich begünstigt ein stabiles Zinsumfeld die hohe Nachfrage. Der hypothekarische Referenzzinssatz ist seit Herbst letzten Jahres auf seinem Tiefstand von 1,25 Prozent. Nicht nur das begrenzte Angebot, sondern auch tiefe Zinsen und die dadurch günstigen Finanzierungsbedingungen sorgen für eine hohe Nachfrage. Experten sind sich jedoch einig, dass das Preiswachstum dieses Jahr etwas schwächer ausfallen wird.
Anspruchsvolle Bedingungen für Erwerb
Im 1. Quartal 2026 haben die Transaktionspreise für Einfamilienhäuser wie auch für Eigentumswohnungen gesamtschweizerisch um je 0,4 Prozent zugelegt. Dies geht aus dem IAZI Private Real Estate Price Index für Wohneigentum hervor.
Bei den Immobilienpreisindizes der Fahrländer Partner Raumentwicklung FPRE sind die Preise für Einfamilienhäuser in der Schweiz im 1. Quartal 2026 um 1,9 Prozent gestiegen, die Preise für Eigentumswohnungen sind im Vergleich zum Vorquartal um 2,1 Prozent gestiegen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt bis zum Ende des Jahres entwickelt. Wegen des positiven Aufwärtstrends bleiben die Bedingungen für den Erwerb von Immobilien für viele anspruchsvoll (verstärkte Finanzierungsrichtlinien, hohe Eigenmittelanforderungen). Trotzdem gehen wir davon aus, dass aufgrund der stabilen Nachfrage, des begrenzten Angebots und der tiefen Zinsen die Zahlungsbereitschaft weiterhin hoch bleibt.
Für Planung und Entscheidungsfindung
Der Immobilienmarkt verändert sich, wie auch der Wert Ihrer Immobilie. Ob Kauf, Verkauf oder Finanzierung, eine regelmässige Immobilienbewertung unterstützt Sie bei der Entscheidungsfindung und hilft Ihnen bei einer sorgfältigen Planung. Pd
Hedonische Bewertungen – kostenlos vs. kostenpflichtig
Die Nachfrage nach hedonischen Bewertungen steigt kontinuierlich. Oft stellt sich bei Interessenten die Frage, weshalb für eine hedonische Bewertung eine kostenpflichtige Variante gewählt werden soll, obwohl sie auch kostenlos zur Verfügung steht. Nachfolgend werden die Unterschiede aufgezeigt.
Kostenlose hedonische Bewertungen
● Sind sogenannte Kurzbewertungen und dienen als erste Preisindikation
● Kurze Dateneingabe (Adresse, Baujahr, Wohnfläche, Zimmerzahl – bei EFH zusätzlich Volumen und Grundstücksfläche)
● Durch die wenigen Angaben wird eine grobe Preisspanne berechnet
● Dient Maklern zur Akquisition von Neukunden
Kostenpflichtige hedonische Bewertung
● Detailliert, umfangreich, mit einem ca. 6-seitigen Bericht
● Grosse Dateneingabe mit qualitativen Faktoren, Zustand, Parkierung, wertrelevanten Nebengebäuden, Bastelräumen etc.
● Zusätzliche Wertkorrekturen für Baurecht, Wohnrecht, Nutzniessung oder kundenspezifisch möglich
● Prüfung und allfällige Korrekturen der Eingaben durch einen Bewertungsexperten
● Genauere Berechnung des Marktwertes als Unterstützung für Verkauf und Finanzierung sowie bei Nachlassregelung bzw. güterrechtlicher Einigung (die beiden Letzteren nach Einigung der Parteien bzw. gerichtlicher Akzeptanz)
Hedonische Bewertungen liegen im Trend – einfach und bequem zu einem soliden Marktwert
Mit einer hedonischen Bewertung lässt sich der Marktwert einer Immobilie schnell, kostengünstig und ohne Besichtigung ermitteln.
Auf einfache und kostengünstige Weise lässt sich mittels statistischen Vergleichs aufgrund von Qualitätsmerkmalen – ohne Besichtigung des Objektes – der Wert Ihres Einfamilienhauses oder Ihrer Eigentumswohnung bestimmen.
Diese statistische Vergleichswertmethode beurteilt ein Objekt nach den äusseren und inneren Werten. Zu den äusseren Werten gehören die Makrolage (Zugehörigkeit zu einer Region, Attraktivität der Gemeinde, Steuerkraft, Erreichbarkeit des nächsten Wirtschaftszentrums usw.) sowie die Mikrolage (Distanzen zu öffentlichem Verkehr, Sicht, Besonnung, Immissionen usw.). Letztere basiert zudem auf einem Höhen- wie auch auf einem Landschaftsmodell (swisstopo). Die inneren Werte hingegen berücksichtigen die umfangreichen Informationen über quantitative Faktoren einerseits (Grundrissgrösse und -qualität, Volumen, Nutzfläche, Zimmerzahl usw.) und über qualitative Angaben (Baujahr, Zustand, Ausbaustandard usw.) andererseits. Zusätzlich fliessen spezielle wertmindernde oder wertvermehrende Informationen und Zusatzobjekte in die Auswertung ein. Insgesamt bestimmen alle diese Einzelfaktoren den Gesamtwert einer Immobilie.
Dabei stützt sich der HEV Zürich auf die hedonische Bewertungsfunktion «Wüest Dimensions» der Firma Wüest Partner AG ab, die unter anderem Partner diverser Banken, Versicherungen, kantonaler Steuerämter usw. ist. Die angebotene Bewertung eignet sich für übliche Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen.








