Die steigende Beliebtheit der englischen Cottage-Gärten in unseren Breitengraden verdeutlicht das Bedürfnis nach einem idyllisch entspannten Rückzugsort in hektischen und unsicheren Zeiten. Mehrere Quellen zählen diesen Gartenstil zu den beliebtesten. Er steht für sinnliche Natürlichkeit und lebensfrohe Fülle und schenkt zugleich einen beruhigenden Gegenpol zur digitalen Reizüberflutung und Dauerverfügbarkeit.
Er verkörpert ein Gartenbild voller Romantik, Farbenpracht und natürlicher Wildheit, das zum Verweilen und Geniessen einlädt. Seine Pflanzenvielfalt sorgt für eine lebendige Gartenstimmung, während die entsprechenden Strukturen den Zauber der Gartenszenerie zusätzlich stärken und lenken, alles noch erlebbarer machen. Diese Gärten bürgen für ein «kontrolliertes Chaos» mit Dauerblüte von Frühling bis Herbst. Sie beheimaten eine grosse Vielfalt an bunt blühenden Stauden, Rosen und Kletterpflanzen, oft in Kombination mit duftenden Kräutern und Gemüsebeeten, wie auch Obst-, Beeren- und Blütengehölzen. Dieses Gartendesign verkörpert zwar das «wildromantische», bleibt aber ein bewusst komponierter Zier- und Nutzgarten.
Wilde Poesie mit verwunschenen Orten
Auf den ersten Blick wirkt das Gartenkonzept wie ein «geplantes Chaos» – geschwungene Wege, üppig wuchernde Rabatten und sanft fliessende Übergänge schaffen ein lebendiges Miteinander. Doch hinter der wilden Poesie steckt eine klare Gestaltung: ein Gartenraum voller Nischen, verwunschener Orte und stiller Entdeckungsmöglichkeiten. Die klare Struktur, der Rahmen oder die Kontur werden durch begrünte Rankgitter, Natursteinpfade, Hecken, Spaliere oder Trockensteinmauern lesbar. Die gestalterische Idee ist darauf ausgelegt, Gefühle zu wecken und eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und Landschaften zu schaffen. Der Verzicht auf starre Formen und die bewusste Inszenierung von Licht, Schatten, Farben und Struktur bewirken eine Atmosphäre von Ruhe und Inspiration.
Es ist eine leidenschaftliche Abkehr vom strengen Minimalismus der modernen Gartenarchitektur. Cottage-Gärten feiern das Gartenleben in seiner ganzen Fülle – mit ihrer verschwenderischen Pflanzenvielfalt, der charmanten Mischung aus Eleganz und ungezähmter Wildheit. In einer Zeit, in der Farben, Düfte und natürliche Lebendigkeit mehr zählen als makellose Rasenflächen, werden sie zu lebendigen Gegenentwürfen einer akkurat gepflegten Ordnung. Diese bunten Oasen verströmen einen Hauch von Nostalgie, wirken verträumt und übermütig zugleich – wie ein ungezähmtes Fragment der Natur, das in seiner freien Entfaltung seine ursprüngliche Form wiederfindet.
Cottage-Garten-Fieber
Es sind die gartenverrückten Engländer, die den klassischen Bauerngarten zum Cottage-Garten geadelt haben. Dieser Gartentyp wurde ursprünglich um ein kleineres Landhaus – ein sogenanntes Cottage – angelegt. Zu sehen gibt es ihn aber auch als «Gartenzimmer» in den grossen und bekannten englischen Gartenanlagen wie Hidcote Manor oder Sissinghurst Castle. Oft wirken diese «Bauerngärten» mit ihrem informellen Erscheinungsbild und der scheinbar lockeren Mischung aus Sträuchern, Stauden, Rosen, Kletterpflanzen und Einjährigen wie zufällig entstanden. Doch immer steckt eine präzise und ausgefeilte Planungsarbeit dahinter.
In einem klassischen Cottage-Garten werden Leitpflanzen wie Pfingstrosen oft als prägende Elemente eingesetzt, da sie mit ihrer üppigen Blüte und Struktur dem Garten ein romantisch-verspieltes Flair verleihen und ein natürliches Erscheinungsbild prägen. Statt Stauden bunt zu mischen, raten englische Gartenprofis zu «Drifts»: Dabei werden Stauden derselben Art in geschwungenen, bandartigen Gruppen gepflanzt. In Kombination mit duftenden Kräutern, überschwänglichen Rosenbögen und strukturreichen Blütengehölzen sorgt die Pflanzenvielfalt für eine lange und artenreiche Blütenzeit sowie einen vogel- und insektenfreundlichen Lebensraum. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen von einem hübschen kleinen Cottage-Garten in idyllischer Umgebung träumen, der dicht mit Kletterrosen, Clematis und Blauregen bewachsen ist.
Was braucht es für ein gelungenes Gartenleben somit mehr – in dem jede Blüte ein kleines Gedicht ist, geschrieben von der Hand der Natur? Wenn vor der Haustür Pfingstrosen, Stockrosen, Lupinen und Fingerhüte blühen, wird die Gartenwelt zum duftenden Versprechen. Mit der neuen Sehnsucht nach Natur und Geborgenheit erwachen die blütenreichen Cottage-Gärten zum Sinnbild für Zufriedenheit und Wohlbefinden.
Typische Pflanzen im Cottage-Garten
Pfingstrosen, Stockrosen, Phlox, Frauenmantel, Akelei, Lupinen, Lavendel, Astern, Mohn, Salbei, Storchenschnabel, Rittersporn, Kapuzinerkresse, Duftwicken, Fetthenne, Sonnenhut, Hortensien und Rosen, wie auch Obstgehölze und Kletterpflanzen.
Fokus Garten GmbH
Mit viel Fachwissen und Erfahrung gestaltet, plant und begleitet die Fokus Garten GmbH Aussenräume für unterschiedliche Kunden in der gesamten Deutschschweiz.







